EileDer Lebensstil in den westlichen Industriegesellschaften entwickelt sich immer mehr zu einer beschleunigten Gesellschaft. Zahlreiche Menschen leiden unter Stresssymptomen, selbst Schulkinder beklagen heute bereits zunehmenden Zeitdruck. Wir haben kaum noch Zeit, um Qualität in unser Leben zu bringen.

Convenience-Produkte und Fast-Food haben Hochkonjunktur. Den Menschen wird am Arbeitsplatz zunehmend größere Leistung in gleicher Zeit abverlangt. Diese Streben nach Effizienz, die Steigerung der Anforderungen an den Menschen wird begleitet von immer höheren Ansprüchen an unser Privatleben. Auch hier geraten wir leicht in Freizeit-Stress.

Diese hohe Geschwindigkeit führt auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die mit einem Infarkt, Depressionen oder dem Burnout-Syndrom enden können. Erst dann merken Betroffene, welchen Raubbau sie mit ihren körperlichen Ressourcen getrieben haben und beginnen das Leben bewusster zu gestalten.

Weshalb muss es erst soweit kommen, dass der Körper oder die Psyche ein unmissverständliches Signal geben? Die Einsicht, dass wir das Tempo unseres Lebens selbst bestimmen können und dieses nicht dem Sekundenzeiger unterwerfen sollten, können wir schon vorher in unserem Leben verwirklichen.

Vor der Erfindung der Taschenuhr durch Peter Henlein im Jahre 1510 lebten die Menschen ohne Uhr und orientierten sich an allmählich oder periodisch in der Natur ablaufenden Prozessen oder dem Schlagen der Kirchturmruhr. Verabredungen konnten nicht exakt vereinbart werden und Zusammenkünfte unterlagen sicher keiner engen zeitlichen Beschränkung.

Heute unterliegen Menschen in globalisierten Märkten den Anforderungen, effizient zu arbeiten und ihre Freizeit optimal zu nutzen. Diesem Sachzwang wird man sich nur schwer entziehen können. Eine absolute Entschleunigung wird man nur als Aussteiger realisieren können. Es ist aber möglich und sinnvoll, sich über die Verwendung von Zeit Gedanken zu machen und dies vor allem vor dem Hintergrund der eigenen Ziele, die sich nicht nur auf das Berufliche reduzieren sollten, sondern einen ganzheitlichen Blick auf Bedürfnisse richten sollten, die auch die Erhaltung der Gesundheit mit einschließt.

Der Anspruch an Effizienz bei der Arbeit ist keineswegs das Problem. Sorgt sie doch für jene Freiräume, um Zeit in den Pausen und der Freizeit bewusster zu erleben. Aber auch während der Arbeitszeit kann größere Gelassenheit das Wohlbefinden verbessern.

Im Zusammenhang mit Hektik und Stress im Berufsleben und im Alltag gilt Entschleunigung als die passende Antwort. Schalten Sie einen Gang herunter und werden Sie Souverän über Ihre Zeit, also über die Dinge, die Sie tun. Denn woran messen Sie Ihren wahren Wohlstand? Am Ende zählt doch nur, wie wir unsere Lebenszeit verbracht haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Leben im Hamsterrad abspielt, dann sollten Sie erkennen, dass Sie durch Eile, Hektik und Stress sich selbst schaden und am Ende wenig gewinnen. Denn was ist wichtiger, als den Augenblick der Gegenwart bewusst zu erleben.

Heute leben wir oft nach dem Leitsatz “Zeit ist Geld” und unterwerfen uns wirtschaftlichen Zwängen. Letztendlich ist die Frage, ob wir die Zeit selbst aktiv nutzen oder ob wir Dinge tun, die uns auslaugen.

Die zentralen Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Wie wollen Sie Ihre Lebenszeit verbringen?
  • Welche Bedeutung hat Ihre Arbeit für Sie?

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